info@nartillus.de
+49 1602683059
Chamaeleo
Zusammenfassung
Vom Datensatz
zum 3D-Modell
Nartillus entwickelt Workflows zur Umwandlung naturwissenschaftlicher Rohdaten in dreidimensionale Modelle — präzise, wissenschaftlich auswertbar und visuell kommunizierbar. Grundlage dieses Projekts ist ein hochauflösender CT-Scan eines Jemen-Chamäleons (Chamaeleo calyptratus). Aus diesem Datensatz wurden Skelett und Körperaußenhülle separat extrahiert, als eigenständige 3D-Objekte rekonstruiert und zu einem vollständigen anatomischen Modell zusammengeführt.
Methodik
Ausgansgpunkt CT-Scan
Der CT-Scan des Exemplars wurde von Matthew Colbert am 11. Juli 2003 am Texas Memorial Museum entlang der Koronalachse aufgenommen. Der Datensatz umfasst 1080 Schnittbilder bei einer Schichtdicke von 0,105 mm und einem Rekonstruktionsfeld von 94,5 mm — eine Auflösung, die selbst feinste Skelettelemente und Gewebestrukturen vollständig erfasst. Jede Schicht enthält vollständige Tiefen- und Dichteninformationen, aus denen sich anatomische Strukturen gezielt isolieren lassen.
Umsetzung
Segmentierung von
Körper & Knochen
Aus den 1080 Schnittbildern wurden mit ImageJ die Grauwertinformationen extrahiert. Über gezielte Schwellenwertanalyse ließ sich das Skelett vom umgebenden Gewebe trennen — jede Knochenstruktur des Chamäleons wird so als eigenständiges digitales Objekt sichtbar. In einem zweiten Schritt wurde die Körperaußenhülle nach demselben Prinzip isoliert, mit dem Schwellenwert zwischen Körper und umgebender leerer Umgebung. Beide Strukturen — Skelett und Körper — liegen damit als separate, vollständige 3D-Objekte vor.
Ergebnis
Ausgansgpunkt CT-Scan
Skelett und Körperhülle wurden als eigenständige 3D-Objekte zusammengeführt. Das Modell erlaubt erstmals den gleichzeitigen Blick auf Außenform und inneres Gefüge — ohne Präparation, ohne Eingriff in das Original. Durch die gezielte Berechnung von Lichtdurchlässigkeit in dünnwandigen Körperbereichen werden innere Strukturen in der Visualisierung lesbar, ohne dass die Außenhülle entfernt werden müsste. Das Skelett ist durch die transparente Körperhülle hindurch sichtbar und anatomisch korrekt in seiner natürlichen Lage dokumentiert.
Fazit
3D-Rekonstruktion aus CT-Daten
Die Umwandlung von CT-Datensätzen in dreidimensionale Modelle liefert präzise Ergebnisse, sofern die Ausgangsauflösung ausreichend hoch ist. Die Methode ist auf nahezu jeden CT-Datensatz übertragbar — von Fossilien und Präparaten bis zu rezenten Sammlungsobjekten — und skalierbar vom Einzelobjekt bis zum gesamten Sammlungsbestand. Nartillus übernimmt diesen Schritt vollständig: Aus vorliegenden CT-Daten werden vollständige 3D-Modelle generiert, die digital untersucht, segmentiert und für unterschiedliche Zwecke weiterverarbeitet werden können.
Zusammensetzung für Rendering und digitale Untersuchung
Skelett und Körperhülle wurden als eigenständige 3D-Objekte zusammengeführt. Das Modell erlaubt erstmals den gleichzeitigen Blick auf Außenform und inneres Gefüge — ohne Präparation, ohne Eingriff in das Original. Durch die gezielte Berechnung von Lichtdurchlässigkeit in dünnwandigen Körperbereichen werden innere Strukturen in der Visualisierung lesbar, ohne dass die Außenhülle entfernt werden müsste. Das Skelett ist durch die transparente Körperhülle hindurch sichtbar und anatomisch korrekt in seiner natürlichen Lage dokumentiert.
Umsetzung
3D-Druck
Die rekonstruierten Modelle sind unmittelbar druckfertig. Nartillus bietet die Überführung in den 3D-Druck an — für Ausstellungsexponate, Lehrmaterial oder wissenschaftliche Kooperationen. Physische Reproduktionen in beliebiger Skalierung sind jederzeit erzeugbar und ergänzen die digitale Nutzung um eine greifbare, vermittelbare Form.
Credits: Dr. Jessie Maisano, 2003, „Chamaeleo calyptratus“ (On-line), Digital Morphology. http://digimorph.org/specimens/Chamaeleo_calyptratus/whole/